30. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees: 18 neue UNESCO-Welterbestätten
Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner
30. Session (8. - 16. Juli 2006, Vilnius/ Litauen), 16 Kulturerbe- und 2 Naturerbestätten neu in die Welterbeliste aufgenommen. Mit dem historischen Lager Aapravasi Ghat (Port Louis) ist Mauritius erstmalig auf der Liste vertreten. Das kolumbianische Naturreservat Malpelo ist das grösste und einzige unbefischte Naturreservat im Ostpazifischen Ozean. Malawi, bislang nur mit einer Naturerbestätte vertreten, hat mit den Felsmalereien in Chongoni nun auch eine Kulturerbestätte auf der Liste.
Die Stätte Kloster Decani wurde um die Klöster Pec und Graciana sowie die Kirche der Jungfrau von Ljevi¨a erweitert und unter dem Namen „Mittelalterliche Denkmäler im Kosovo, Serbien und Montenegro“ auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Das schwedische Naturerbe Schärenküste wurde um den finnischen Kvarken-Archipel erweitert und bildet jetzt die Naturerbestätte „Schärenküste - Kvarken-Archipel“. Weitere Erweiterungen: Vall del Madriu-Perafita-Claror in Andorra und Kathmandu-Tal in Nepal.
Insgesamt verzeichnet die „Liste des Kultur- und Naturerbes der Menschheit“ jetzt 830 Stätten in 138 Ländern.
Das Dresdner Elbtal wurde wegen eines geplanten Brückenbaus auf die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen und läuft Gefahr, den Welterbetitel als erste Stätte in der Geschichte der Welterbeliste ganz zu verlieren, falls das Bauvorhaben durchgeführt wird. Aus der Liste des gefährdeten Erbes wurden gestrichen: der Kölner Dom, die Ruinenstadt Tipasa in Algerien, der Tempelbezirk von Hampi in Indien, das Vogelschutzgebiet Djoudj im Senegal und der Nationalpark Ichkeul in Tunesien. Die Liste des gefährdeten Welterbes umfasst nun aktuell 31 Welterbestätten.
Quelle: Pressemitteilung der Schweizerische UNESCO-Kommission; 18.7.2006
Die neuen UNESCO-Welterbestätten sind im einzelnen:
- Aflaj Irrigation Systems of Oman (Oman)
- Aapravasi Ghat (Mauritius)
- Agave Landscape and Ancient Industrial Facilities of Tequila (Mexico)
- Bisotun (Iran (Islamic Republic of))
- Centennial Hall in Wroclaw (Poland)
- Chongoni Rock Art Area (Malawi)
- Cornwall and West Devon Mining Landscape (United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland)
- Crac des Chevaliers and Qal’at Salah El-Din (Syrian Arab Republic)
- Genoa: Le Strade Nuove and the system of the Palazzi dei Rolli (Italy)
- Harar Jugol, the Fortified Historic Town (Ethiopia)
- Kondoa Rock Art Sites (United Republic of Tanzania)
- Malpelo Fauna and Flora Sanctuary (Colombia)
- Old town of Regensburg with Stadtamhof (Germany)
- Sewell Mining Town (Chile)
- Sichuan Giant Panda Sanctuaries (China)
- Stone Circles of Senegambia (Gambia)
- Vizcaya Bridge (Spain)
- Yin Xu (China)
Eine Kurzbeschreibung der 18 neuen UNESCO-Welterbestätten kann man in einer Pressemitteilung der deutschen UNESCO-Kommission finden. '
Neben dem Dresdner Elbtal sind auch die mittelalterlichen Denkmäler im Kosovo auf die Rote Liste des bedrohten Welterbes gesetzt worden.

Neues UNESCO-Welterbe: Jahrhunderthalle in Wroclaw(Polen) Photo: WIKIPEDIA, GNU








1 Anke Richter schrieb am 22.10.2006:
Es müssten noch viel mehr Gebäude auf die rote Liste der betrohte Welterbe gesetzt werden.Es wird viel zu wenig in diese
Gebäute Investiert,
LG Anke
2 pompini schrieb am 06.06.2007:
sono eccitato circa questo luogo, buon lavoro!:)
3 Foto Blogger aus Schwandorf schrieb am 09.12.2007:
Vor ein paar Tagen hatten wir in Regensburg die offizielle Übergabe der Urkunde mit vielen kleinen Feierlichkeiten. Ich hoffe, dass sich der Denkmalschutz-Gedanke ein wenig in den Gehirnen der breiten Bevölkerungsmasse verankert. Sonst heisst es ja immer "reiss doch des alte Klump oh".