Kulturerbe in Gefahr: Kulturerbe des 20 Jahrhunderts
Heute habe ich endlich Zeit gefunden die ICOMOS Berichte über gefährdete Kulturerbestätten durchzusehen. Sie werden seit 2000 jährlich publiziert.
Im neuesten Bericht für den Zeitraum 2002-2003 ( ICOMOS WORLD REPORT 2002-2003 ON MONUMENTS AND SITES IN DANGER) bin ich auf einen interessanten Artikel zum Thema Kulturerbe des 20. Jahrhunderts ( 20th-Century Heritage: Recognition, Protection and Practical Challenges) gestoßen.
Die Diskussion über Architektur aus dem 20. Jh. ist ja auch in der deutschen Denkmalpflege im Moment sehr aktuell, nicht zuletzt weil in den verschiedenen Bundesländern die Unterschutzstellung jüngerer Bauten sehr unterschiedlich gehandhabt wird.
Susan Macdonald, Assistant Director des NSW Heritage Office, (Parramatta, Australien) schreibt im ICOMOS-Bericht über das Problem, daß Architektur des 20. Jahrhunderts vielerorts unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten nicht genauso wie ältere Bauten behandelt wird. Als zentrales Problem macht Sie die Verwendung von neuen (in ihrem Langzeitverhalten unerforschten) Baumaterialien aus.
In Ihrer Schlußfolgerung spricht Sie die Hoffnung aus daß jetzt - da wir das 21. Jahrhundert erreicht haben - Kulturgüter des 20. Jahrhunderts bald mit derselben Sorgfalt wie ältere behandelt werden.
Bliebt nur anzumerken, daß wohl vielerorts noch ein langer (didaktisch gut aufbereiteter) Weg zu gehen ist um auch die Bevölkerung und die Bewohner von den teilweise herrausragenden Qualitäten der >modernenen< Architektur und ihrer Schutzbedüftigkeit zu überzeugen.
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